39 Jahre nach dem 19. Oktober 1987 ...

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

viele Menschen haben ein „magisches Datum“ als häufig verwendete Zahlenkombination, um sich beispielsweise PINs oder Login-Codes zu merken. Auch ich verwende eine solche Eselsbrücke, wobei es bei mir nicht um die Geburtsdaten meiner fünf Kinder geht, sondern um die Initialzündung für meine Unternehmensgründung. Konkret:

Am 19. Oktober 1987 kam es zum bis heute größten Tages-Einbruch der Wall-Street-Geschichte. Der altehrwürdige Dow Jones verlor damals 22,6% in einer Sitzung, und das war viel, viel mehr als (laut Geschichtsbüchern) am 28. Oktober 1929, als es um 12,8% nach unten gegangen war. Gerechnet vom Hochpunkt am 25. August 1987 crashte der Markt sogar um 36,1%, doch der 19. Oktober sollte bereits den Tiefpunkt bedeuten. Schon zwei Tage später ging es um 10,2% nach oben (der achtbeste Tag der Börsengeschichte), und der komplette Einbruch war bis August 1989 wieder aufgeholt worden. Also:

Der größte Börsen-Pechvogel der vergangenen 39 Jahre war am Freitag, dem 16. Oktober 1987, an den US-Börsen eingestiegen und hat seitdem einen Anstieg des Dow Jones von 2247 auf 52.000 Punkte miterlebt. Das entspricht einer Wertsteigerung um den Faktor 23 bzw. einer Rendite von 8,4% p.a., mit Ausschüttungen waren es sogar +11,1% jährlich.

Ich hatte mich seit Anfang der 1980er-Jahre mit den Börsen beschäftigt und mangels Budget damals vor allem mit Optionen „gezockt“, wofür permanente technische Analysen (mit den guten alten Hoppenstedt-Chartheften) die Voraussetzung waren. Der 87er-Börsencrash war dann ein solch einschneidendes Erlebnis, dass ich ein paar Tage nach dem 19. Oktober aus meiner Studentenbude heraus den Börsenverlag gründete, um mir mit Analysen und daraus abgeleiteten Börsendienst-Empfehlungen ein paar Mark dazuzuverdienen. Seitdem gibt es den Trendbrief, 20 Jahre später war unser Verlagshaus gebaut, gut 30 Jahre danach entstand das „Haus der Börse“, und auch jetzt sind die Bagger wieder aktiv, sodass in unserem großen 40. Jubiläumsjahr eine kleinere Gebäude-Einweihung anstehen wird ...

Mittlerweile ist der 19. Oktober 1987 fest in unserer Unternehmens-DNA verankert. So fand (bis zum Covid-Ausbruch) unser Rosenheimer Börsentag mit rund 1000 Besuchern beispielsweise stets um den 19. Oktober herum statt, wobei wir mittlerweile an den „Rosenheimer Investorenabenden“, den sonstigen Veranstaltungen und mit den Besuchern des Börsenmuseums über das Jahr verteilt noch mehr Anlegerinnen und Anleger begrüßen dürfen. Am 19. Oktober 2023 hatten wir eine Million Euro in das Realdepot „myChampions100“ investiert und dann, exakt zwei Jahre später, auch die PLUS-Varianten mit boerse.de-Gold und Bitcoin berücksichtigt.

Am 19. Oktober haben wir nun mit einer Einlage von 500.000 Euro das neue „boerse.de-Wohlstandsdepot“ gestartet, und soeben konnten wir das zugehörige White Paper in Druck geben. Damit liegt bald das inzwischen achte populärwissenschaftliche HowTo vor, in dem Prof. Dr. Hubert Dichtl und ich unsere transparenten, regelbasierten und innovativen Anlagestrategien erklären, während wir beide vor 39 Jahren noch mein Einzimmer-Apartment mit Bild-Zeitungen tapezierten und staunend den damaligen Börsengurus wie Heiko Thieme & Co. in der Telebörse lauschten ...

Nicht im Traum hätte 1987 jemand gedacht, welch unglaubliche Breite und Tiefe an Börseninformationen heute rund um die Uhr zur Verfügung steht. Damit Sie den Blick für das Wesentliche nicht verlieren, haben wir jetzt den boerse.de-Investoren-Club von Grund auf relauncht, und ich bin gespannt, wie Ihnen die vielen neuen kostenlosen Funktionen und Services gefallen werden. An der Grundregel zum Börsenwohlstand wird sich natürlich auch in den nächsten Jahrzehnten nichts ändern:

Qualität gewinnt langfristig immer!

Mit bullishen Grüßen

Ihr

Thomas Müller