Überlegene Sachwertinvestments und die Sache mit der Volatilität

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

er steigt und steigt und steigt: Ob beim Mega-Event Oktoberfest oder bei unserem beschaulichen Rosenheimer Herbstfest, der Preis für die Wiesnmaß kennt nur eine Richtung. In diesem Jahr sind in München mindestens 14,80 Euro für das bayerische Nationalgetränk zu bezahlen, was gegenüber 2025 nur eine Preissteigerung von 2,4% bedeutet, seit Euro-Einführung 2002 bei damals 6,30 Euro aber mehr als eine Verdoppelung (+135%). Doch für uns Sachwertinvestoren wird Konsum immer günstiger ... 

Lesen Sie bei Interesse noch einmal meinen letztjährigen Beitrag zur „Biermaß-Gold-Dow-Ratio“. Ende 2002 notierte der Dow Jones bei 8342 Punkten und die Unze Gold bei 327 Euro. Für den US-Leitindex gab es damals rechnerisch also 1324 Maß Bier, für eine Unze Gold 52 Maß. Heute notiert der Dow Jones aber bei 54.000 Punkten und Gold bei 3850 Euro, was rechnerisch 3649 bzw. 260 Maß Bier ergibt! Das zeigt: 

Die Sachwertpreise steigen langfristig weitaus deutlicher als die Inflation, und ich kann mir nicht vorstellen, warum das in der Zukunft jemals anders sein sollte. Doch Sachwertpreise steigen natürlich nicht konstant Monat für Monat, sondern schwanken, und diese Volatilität ist der Preis der immensen Outperformance. Ein schöner Beleg dafür ist der Goldpreis, der immer wieder Heerscharen von Analysten und Anlegern in eine Nervosität stürzt, für die es eigentlich keinen Grund gibt: 

Unser boerse.de-Gold (WKN: TMG0LD) hatte im vergangenen Jahr mit einem Anstieg von 256 auf 384 Euro sensationelle 50% gewonnen. Im Januar explodierte der Kurs in der Spitze auf 457 Euro, woraus zum Monatsende 415 Euro wurden und damit ein Gewinn von 8,1%. Der Februar konnte 7,2% höher bei 445 Euro beendet werden, womit der Zwei-Monats-Anstieg knapp 16% betrug. Darauf folgte, was folgen musste: Bis Juni hatte boerse.de-Gold wieder auf 351 Euro im Tief zurückgesetzt und damit von der Spitze um 23% korrigiert. Danach lief Gold zwei Monate seitwärts, bis im August mit einem Sprung auf 387 Euro der Befreiungsschlag gelang, was für den Goldpreis in Euro den erfolgreichsten August seit dem Jahr 2011 bedeutete!

Parallel dazu ist im vergangenen Monat der Bitcoin um 25% in die Höhe geschossen, wovon natürlich das „Protect-Megatrend-Portfolio (PMP)“ deutlich profitierte, zumal der boerse.de-Technologiefonds 3,8% gewann. Was glauben Sie, welcher Anlegertypus solch starke und schnelle Gold- und Bitcoin-Bewegungen erfolgreich ausnutzen konnte? Ich meine: 

An solchen Kurssprüngen beißen sich fast alle Trader die Zähne aus und reihen Fehltrade an Fehltrade. Dies zeigt aber einmal mehr, dass es die meiste Zeit am sinnvollsten ist, überhaupt nichts zu tun und Abstand zum Tagesgeschehen an der Börse zu halten bzw. – im Idealfall – schwächere Kurse zum Nachkauf zu nutzen. Und genau darum geht es: 

Wer ein Portfolio aus erfolgreichen Unternehmen und Gold besitzt, hat nicht viel mehr zu tun, als von Zeit zu Zeit die Depotgewichtungen wieder ins Lot zu bringen (Rebalancing), also Übergewichtungen zu reduzieren und dafür Untergewichtungen durch Nachkäufe zu beseitigen. Dies gilt sowohl für das Verhältnis Aktien/Fonds zu Gold als auch für die Gewichtungen der einzelnen Branchen. Zusätzliche Trendfolge-Tradings sind eine Frage der persönlichen Anlegermentalität, aber Ziel muss für Investoren stets sein, den einmal eingerichteten Portfoliokern langfristig zu halten. Unsere 100 Champions scheinen wie festgezurrt, doch es gibt keine Alternative zur Diversifikation. Eine hohe Volatilität kostet immer Nerven, eine niedrige Volatilität aber auch manchmal.  Doch Volatilität gehört dazu ...

Qualität gewinnt langfristig immer!

Mit bullishen Grüßen

Ihr 
Thomas Müller